Ramberg, Lofoten

Kilometerstand: 2711 + 98 Fähre

Sonne: durchgehend

Fische: keine

Von Mo I Rana fuhr das Automobil über die Berge. Dort wurden die Eisvorräte für Slush-Eis aufgefüllt, bevor der nordische Polarkreis erreicht wurde.

Polarkreis, 66° 33'

Auf ca. 700m Höhe wurde der Polarkreis erreicht. Das Navigationssystem zeigt die magischen Koordinaten 66° 33' an.

Dort angekommen wurde der Artic-Circle-Shop besucht. Gegen kleines bisschen Geld wurden zwei Zertifkate erstellt, die den Besuch des Polarkreises offiziell bestätigen, damit auch im Büro bei den Kollegen endlich Ruhe einkehrt. Nach einem Kaffee ging es weiter. Ziel war die Fähre in Bodø!

Die Fähre

Gegen 17:30 Uhr erreichte das Auto in Bodø den Anleger für die Fähre nach Moskenes. Für ca. 100 € setzt man mit dem Auto nach Moskenes innerhalb von ca. drei Stunden über. Die Fähre fuhr um 18:45 los und landete um ca. 22:00 Uhr in Moskenes.

Der erste Campingplatz direkt in Moskenes war eine herbe Enttäuschung. Obwohl reichlich Platz für Zelt und Auto offensichtlich vorhanden war, behauptete der Mann in der Rezeption, dass der Platz belegt wäre und er hätte nur noch ein paar Hütten. Interessanterweise steht als Information für Nachtschwärmer am Eingang der Rezeption, dass man sich einen Platz freiwählen kann, wenn man außerhalb der Öffnungszeiten eintrudelt.

Okay! Entweder man wartet aus der Sichtweite entfernt, bis die Rezeption schließt oder fährt einfach weiter. Es ist taghell und der Körper nimmt unwiderruflich an, dass erst 15.00 Uhr ist. Von Müdigkeit keine Spur.

Campingplatz

Nach einer weiteren Stunde auf der E10 (die einzige Straße hier) wurde man beim dritten Campingplatz, der direkt am Meer liegt, fündig. Die Rezeption hatte zwar geschlossen, aber es gab keine Zäune oder ähnliches, so dass das Auto bei den anderen Zelten abgestellt wurde und das Lager konnte aufgebaut werden.

Fischvorräte und Frühstück

Es gibt reichlich Fisch und der Outdoor-Kühlschrank kann eine konstante Temperatur von -5 Grad halten.

Dies bedeutet natürlich auch, die eigenen Konserven zu schonen, denn man weiss nie, wann die nächste Ebbe eintritt. Zum Frühstück gab es darum eine Portion frischen Seelachs aus dem Fjord. Feingesalzen und gut gebuttert mit der teuersten Butter, die in Norwegen käuflich zu erwerben gibt. Und wir haben sie.

Insomnia – Schlaflos

Die Technik wird an ihre Grenzen getrieben. Das Navigationssystem kann die Sonnenstunden nicht mehr berechnen, obwohl sie deutlich zu sehen ist. Es gibt keinen Sonnenuntergang mehr.

Aktuell sind zwei Jacken und eine Windjacke angenehm und ab und zu wird auch mal die Sitzheizung im Auto aktiviert. Handschuhe wären im Wind auch eine gute Idee, wenn man eine eiskalte Bierdose in der Hand festhält. Gut zu wissen, dass Zuhause die Kinder hitzefrei haben und im Büro neue Ventilatoren bestellt wurden.

Das letzte Foto entstand um ca. 00:00 Uhr. Wir bleiben auf jeden Fall wach.