Kabelvåg, Lofoten

Kilometerstand: 2841 + 98 Fähre

Sonne: durchgehend

Fische: keine

Aufgewacht. Ein- und ausgecheckt. Duschen und frühstücken. Karte studiert. Und los ging es. Von Ramberg fuhr das Automobil diesmal zur ersten Mission.

Kvalvika Strand

Das Besondere von Kvalvika Strand ist, dass man den Strand nur zu Fuss erreichen kann. Es gibt keine Straße. Daher muss man zunächst einen Parkplatz finden, was gar nicht so einfach ist. Und dann muss man zu Fuss zwei Kilometer über einen Berg wandern, um den Strand zu erreichen. Unterwegs trifft man ziemlich viele Leute. Einfache japanische Touris, Speedclimber mit Trinkblase, gestresste junge Pärchen und einige Rückkehrer, die am Strand gezeltet haben. Grundsätzlich kann man beobachten, dass jene mit Aufstieg etwas reservierter grüßen als jende, die sich bergab begeben.

Die Weg ist recht einfach und einfacher vor 20zig Jahren und man ist auch keine 40zig mehr!

Zum Strand

Zunächst schlägt man sich durch die Krüppeelbirken aufwärts, bis schnell die Baumgrenze erreicht wird. Der Anstieg von der Straßenseite verläuft gemächlig, so dass man noch eine gute Figur zeigen kann. Das Wetter ist ausgesprochen gut. Ein wenig bewölkt. Es weht ein kräftiger Wind, der langsam die Haut austrocknet. Man spricht dann von Stockfischhaut.

Am Scheitelpunkt angekommen, geht es etwas steiler runter. Dafür ist der Ausblick besonders schön. Man sollte auf jeden Fall einige Energieriegel und Wasser mitnehmen, denn es gilt, den gleichen Weg zurückzugehen.

Am Strand

Das Wasser ist kristallklar und ebenso verdammt kalt. Das Wasser befindet sich bei 0 Grad noch im flüssiger Form. Eine Kneippkur ist eine große Herausforderung. Schuhe aus und mit großzügigen Schritt direkt ins klare Wasser. Nach ca. zwei Sekunden meldeten sämliche Temperatur-Rezeptoren an den Füßen etwas ganz Großes. Wahnsinnige Kälte mit kompletten Zusammenbruch der Kommunikation zwischen Synapsen und dem Gehirn. Gehirnfrost an den Füßen. Und das bedeutet Rückzug zum Strand, wo der Wind eine Wohltat an Wärme anbot.

Hierbei stellt sich nun unmittelbar die Frage, welchen Sinn eine Rettungsweste haben könnte, wenn man hier aus dem Boot fallen würde, wenn schon zwei Zentimeter Wasser an den Füßen den totalen Ausfall bedeuten.

Die kühle Wind wärmt die Füße auf, während Zuhause 35 Grad gemessen werden. Für fünf Minuten wären 35 Grad JETZT richtig gut! Aber nur für fünf Minuten!

Abendbrot

Zum Abendbrot gab es diesmal Seelachs in zweifacher Ausführung, dicht gefolgt von Bratkartoffel und jeweils einem gebratenden Ei. Es ist 00:08 Uhr und es ist taghell. Morgen wird in Svolvær ein Boot gemietet, damit auch dieses Kapitel endlich beendet werden kann.