Digermulen, Lofoten

Kilometerstand: 3055

Sonne: durchgehend

Fische: keine

Landgang. Für alle Fälle zwei Köhler im Gepäck, falls man spontan Appetit bekommt. Denn ohne Fisch gehen wir nirgendswo hin. Heute war Survival-Wander-Tag. Messer, Karte, Fire-Starter, die ganzen Tools, die über drei Jahre angeschafft wurden, waren einsatzbereit und in den Rucksäcken verstaut.

Survival-Feuer

Entlang der Straße in Richtung Storfjell ging es recht zügig voran. Kurz vor Lauvvika lief ein Feldweg links rein. Dieser führte zu einigen Hütten am Ramsosvatnet. Wir umrundeten den See bis zur Mitte, wo sich die beiden Berge Breitinden und Vatnvågtindan treffen. Dort wurde ein Survival-Feuer entzündet. Das Feuers und die Glut erhitzte sodann eine heiße Zitrone in der Survival-Outdoor-Tasse. Test bestanden.

In Null-Komma-Nix griffen sämtliche Mücken und Midges an. Aber Dank Survial-Mosquito-Hut konnte man entspannt bleiben. Sah komisch aus, aber besser als wahnsinnig zu werden. Auch diese Mission konnte erfolgreich abgehakt werden.

Die Stelle diente anschließend auch als Basecamp. In alter und langer Tradition wird in Norwegen folgendes Ritual abverlangt. Man muss in einer unmöglichen Situation bzw. an einem unmöglichen Ort ein Foto erstellen, wobei gut sichtbar eine Packung Kvikk Lunsj hingelegt wird.

Kvikk Lunsj Mission Das Basecamp wurde eingerichtet und mittels Walkie-Talkie wurde die Kommunikation zum Scout 1 aufrecht erhalten. Leichtes Gepäck: Walkie-Talkie, Kvikk Lunsj Riegel, Smartphone für's Foto, Taschenmesser und los ging es mit Speedclimbing.

Schnell wurde die Schneegrenze erreicht und ein recht imposantes Bild mit Kvikk Lunsj konnte inszeniert werden. In Wirklichkeit war das nur eine kleines Schneefeld und es musste etwas präpariert werden, damit es schön weiss strahlt und wirklich hoch war das auch noch nicht. Vielleicht das erste Drittel.

Aufstieg und Ziel

Der Aufstieg wurde nach der Hälfte langsamer. Low speed climbing setze ein. Es war auch recht warm, denn es gab an dieser Seite keinen Wind.

Das letzte Drittel erinnerte dann den Windows-Lade-Balken. Die letzten zehn Prozent sind die längsten. Sobald das vermeintliche Ziel erreicht wurde, offenbarte die Stelle nur einen weiteren Abschnitt zum Bergkamm. Daher waren die Rückmeldungen von Scout 1 merkwürdig, was im Basecamp nur als Folge einer möglichen Dehydrierung gedeutet werden konnte.

Aber nach einer halben Stunde und drei Mal Rückmeldung (nur noch 10 Meter) wurde der Bergkamm erreicht und eine Steife Prise kühlte den Scout 1 ab. Nun konnte schnell das Foto mit Kvikk Lunsj geschossen und auf Instagram direkt hochgeladen werden. Am Bergkamm konnte noch ein schönes Panoramabild gemacht werden.

Abstieg Nun musste das Päckchen Kvikk Lunsj dran glauben und wurde für den Abstieg aufgefuttert. Der Abstieg erfolgte sogleich, denn von der anderen Seite bliess ein kalter und kräftiger Wind. Nach 30 Minuten kam Scout 1 wieder im Basecamp an.

Die Crew schlug sich durchs Dickicht zurück und verfolgte junge Elchspuren im Morast der schumpfingen Landschaft. Der einer oder andere Bach musste möglichst trocken überquert werden. Irgendwann wurde die Straße erreicht und auch die Ferienhütte. Netter Nebeneffekt: Es mussten keine Fische filetiert werden und der Vorrat ließ sich etwas reduzieren. Mission completed.