Digermulen, Lofoten

Kilometerstand: 3055

Sonne: durchgehend

Fische: keine

Aufgrund der bekannten Probleme ging die Crew den heutigen Tag recht faul an. Zum Zeitvertreib konnte man sich zwischen Socken-Suchen, in den Himmel starren oder für Bushcraft (Holzarbeiten) entscheiden.

Bei den Holzarbeiten entstand ein neuer Holzlöcher aus feinstem Birkenholz und ein Wanderstab ebenfalls aus Birkenholz. Im Radio werden Retro-Hits von Frank Sinatra, Elvis Presley, The Creedence, The Beach Boys und den Beatles gesendet. Zu Mittag wurde ein Kilo Fisch in Frikadellen umgewandelt. Die Frikadellen sind jetzt wieder aus. Morgen gibt es mehr davon. Kurz vor 18.00 Uhr ging es zum Laden, um für Bier-Nachschub zu sorgen.

Foto-Safari auf dem Boot

Gegen 20.00 Uhr lief das Boot OHNE Angeltechnik aus. Stattdessen wurde das Kamera und Filmequipment an Boot gehievt. Die See ist spiegelglatt, keine einzige Wolke am Himmel und die Sonne strahlt. Optimales Wetter und optimale Zeit, um einige Aufnahmen zu tätigen.

Wir fuhren zu unseren bekannten Fanggebieten und landeten auf einer kleinen Insel. Dort bauten wir die ganze Technik auf. Der fehlende Wind machte sich recht schnell bemerkbar, super für die Aufnahmen und für das Boot-Fahren, aber schlecht für das Wohlbefinden. Mücken und Midges in zahlreicher Form und Größe leisteten alsbald Gesellschaft.

Die Felsen der Insel müssen Metalle enthalten, denn die Funktechnik wurde stark gestört, so dass sich der Funkkontakt zum Quadrocopter erst nach einer Minute (Und das im Midges-Schwarm!) einstellte. Die Aufnahmen konnten also beginnen. Netter Nebeneffekt ist nun eine ein minütige Standby-Sequenz, in der leicht einige Grashalme vom Wind bewegt werden.

Es folgen einige Bilder vom Quadrocopter (bis natürlich die Speicherkarte voll war). Ein Film (wir haben derzeit 50GB an Aufnahmen, wobei einiges noch auf Speicherkarten rumfliegt) gibt es, wenn wir wieder Zuhause sind. Heute keine Angel und keine Fische! Morgen geht es in den Raftsundet-Fjord. Dazu haben wir eine kleine Abkürzung getestet, damit sparen wir eine Umrundung der Insel Årsteinen.

Planung für Morgen: Nach Erreichen des Bewusstseins gibt es Kaffee und etwas Frühstück. Anschließend werden ein bis zwei Kilo Dorsch in Frikadellen überführt. Boot klarmachen, Ersatzkanister kommt mit. Die Tankanzeige vom Boot ist natürlich kaputt und zeigt immer "Empty" an. Daher nehmen wir die Einhandwaage mit und wiegen den Kanister. 22kg entsprechend ca. 25l Zwei-Takter-Treibstoff, wobei dies normales Benzin mit etwas Öl vermischt ist. Im Verhältnis von 100:1 wird Benzin und Öl gemischt. Das zur Wiederholung und für die Technikinteressierten unter uns.